Karin Brandt hat eine neue und wichtige Aufgabe in Eschenbach: Sie berät ältere Menschen sowie pflegende Angehörige und weist ihnen mit wichtigen Informationen und hilfreichen Kontakten den Weg durch den Pflege-Dschungel. Donnerstags ist sie von 15.00 bis 16.00 Uhr im Rathaus zu sprechen. Interessierte Eschenbacher:innen können jetzt bei ihr für zwei Euro pro Stück sogenannte Notfalldosen abholen.
Eschenbach, 30. August 2022 – Mit zunehmendem Alter wollen der Körper oder der Kopf oft plötzlich nicht mehr so recht mitmachen – eine Herausforderung, die auch viele praktische Fragen aufwirft. Zum Beispiel diese: Welche Hilfsmittel gibt es, die es mir erlauben, weiter in meinen vier Wänden zu bleiben? Welche Förderung kann ich in Anspruch nehmen? Wie stelle ich einen Pflegegeldantrag? Was sollte ich beachten, wenn der Medizinische Dienst (MD) zu Besuch kommt? Wie kann ich als pflegende:r Angehörige:r Beruf und Pflege vereinbaren?
Pflege-Expertin gibt Wissen weiter
„Wer nicht vom Fach ist, verliert im Dschungel des Pflege-Systems schnell die Orientierung“, sagt Thomas Schubert, Bürgermeister der Gemeinde Eschenbach im Landkreis Göppingen. „Im Rahmen unseres Projekts ‚Gutes Älterwerden in Eschenbach‘ haben wir daher ein Beratungsangebot für Senior:innen und pflegende Angehörige eingerichtet: Ratsuchende können immer donnerstags von 15.00 bis 16.00 Uhr im Rathaus eine offene Sprechstunde bei unserer Expertin, Karin Brandt, nutzen.“ Außerdem steht die Fachfrau bei Fragen telefonisch zur Verfügung und besucht Hilfesuchende aus dem Ort auch gerne zuhause. Sie ist erreichbar unter: karin.brandt@wohnvielfalt.de, Telefon 07161 8082225 oder mobil unter 0170 9474015.
Notfalldose jetzt abholen!
„Aktuell kann ich Interessierten, die donnerstags zu mir ins Rathaus kommen, die Notfalldose für zwei Euro pro Stück anbieten“, sagt Karin Brandt vom Verein Wohnvielfalt, der die Gemeinde bei der Umsetzung des Projekts „Gutes Älterwerden in Eschenbach“ unterstützt. Die Kommune hat 50 sogenannte Notfalldosen erworben, die nun zum Selbstkostenpreis abgegeben werden. Eine solche Dose ähnelt einem Medizindöschen ist aber mit einem bundesweit einheitlichen grünen Logo als SOS-Info-Box zu erkennen. Nutzer*innen befüllen sie mit ihren persönlichen Daten, Informationen zu ihrem Gesundheitszustand, zu chronischen Erkrankungen und Allergien, mit einer aktuellen Medikamentenliste und den Kontaktdaten ihres Hausarztes oder der Hausärztin sowie von Angehörigen bzw. Vertrauenspersonen.
Die Dose gehört in die Kühlschranktür
Mit dem Döschen erhalten Interessierte zwei Aufkleber: Einen kleben sie an die Haustür, den anderen außen an den Kühlschrank. Denn die Kühlschranktür ist der Standardplatz für die Notfalldose. So finden Rettungssanitäter:innen die Dose im Ernstfall leicht. „Das kann Leben retten“, sagt Karin Brandt. Daher freut sie sich, wenn möglichst viele Eschenbacher:innen von ihrem Angebot Gebrauch machen.
PDF: Presse-Mitteilung Wohnvielfalt e.V. 30.08.2022

Karin Brandt vom Verein Wohnvielfalt berät Eschenbacher:innen mit Unterstützungs- und Pflegebedarf sowie ihre Angehörigen. Aktuell gibt sie im Rathaus Notfalldosen aus. „Die können Leben retten“, sagt sie.

Das einheitliche Logo macht die Notfalldose als SOS-Info-Box kenntlich. Nutzer:innen verwahren dort wichtige Gesundheitsinformationen und platzieren die Dose in der Kühlschranktür. So wissen Rettungssanitäter:innen im Ernstfall sofort Bescheid.
Foto: Karin Brandt